[Interview] Stelldichein der iPhone-Szene

Technology-Agentur ist Partner von iPhone ConferenceAm 1. und 2. Dezember 2009 findet zum nunmehr zweiten Mal die iPhone developer conference in Köln statt. Dort treffen nicht nur Entwickler und Marketer, IT’ler und Online-Shop-Betreiber aufeinander, um sich über neueste Entwicklungen und Trends der Branche auszutauschen. Im Rahmen der Veranstaltung wird zudem die beste App gekürt. Im Interview mit Florian Bender, dem Projektleiter der iPhone developer conference, Stephan Randler, Moderator und Referent, und Oliver Krüth, Chefredakteur des Magazineys „MACup und iPhone & Co.“ erfahren Sie, was das Publikum in Köln erwartet- und für wen ist die Veranstaltung eigentlich genau konzpiert ist. Außerdem geht es um die Trends in Sachen iPhone App.

Eine eigene Veranstaltung rundum das iPhone – für wen ist die Veranstaltung aus Ihrer Sicht am spannendsten, für IT’ler, Entwickler oder Marketer?

Florian Bender: Das spannende bei der iPhone developer conference ist die zweifache Zielgruppenansprache. Wir richten uns mit der Veranstaltung sowohl an die Entwickler wie auch an die Marketer. Das hat den einfachen Grund, dass beide Zielgruppen sich suchen und bei uns zusammen finden. Die Entwickler erfahren, wie man auf unterschiedlichen Wegen für das iPhone programmieren kann und die Marketer wissen, warum und wie das iPhone für die Kommunikation und das Unternehmen einen Mehrwert bietet.

Was erwartet die Teilnehmer bei der Veranstaltung? Welche Schwerpunkte setzt das Programm?

Florian Bender: Das Programm beinhaltet vier moderierte Tracks. Diese teilen sich in zwei Entwicklertracks zu den Themen „Native Anwendungen mit dem iPhone SDK entwickeln“, „Webapplikationsentwicklung“ sowie zwei Businesstracks zu den Themen „Success Stories aus dem AppStore“ und „Marketingtool iPhone App“. Des Weiteren freuen wir uns über zwei Keynotes, 30 Referenten und über 25 Sessions an zwei Tagen. Die Preisverleihung am Abend des 1. Dezember zur besten deutschen iPhone App wird präsentiert von den Fachmagazinen MACup und der iPhone & Co. Alles in allem ein sehr stimmiges Konzept mit vielen Highlights.

Welche Unternehmen werden sich präsentieren?

Florian Bender: Die iPhone developer conference bietet dieses Jahr sehr viele hochkarätige Sprecher. So dürfen wir u. a. Ortwin Gentz begrüßen, den zweifachen Gewinner des Apple Design Award, oder auch Dr. Hagen Sexauer mit einer neuartigen noch nicht veröffentlichten Studie zum Thema „iPhone und Co“. Wenn Sie auf Unternehmen anspielen, reicht die Palette von der NAVIGON AG über die PYADES Technologies GmbH, YOC AG, i2dm consulting GmbH bis hin zur sevenload GmbH oder denkwerk, die Ihren Case der BMW TV App vorstelle. In der Ausstellung können Sie dazu diverse andere Unternehmen finden wie die SIC! Software GmbH, GrandCentrix oder auch die Cosynus GmbH. Hier gilt auch noch einmal unser besonderer Dank für die Unterstützung an die Sponsoren und Aussteller 2009.

Gibt es grundlegende Veränderungen zur ersten iPhone developer conference im vergangenen Jahr?

Florian Bender: Es hat sich in sofern geändert, dass wir dieses Jahr an beiden Veranstaltungstagen einen Business- und einen Entwicklertrack anbieten, um die beiden Zielgruppen an beiden Tagen voneinander profitieren zu lassen. Dazu kommt noch ein weiterer Businesstrack „Marketingtool iPhone App“ und die Preisverleihung zur besten deutschen iPhone App, welche in dem Rahmen einmalig in Deutschland ist. Wir hatten in diesem Jahr über 80 Einreichungen.

Die Magazine iPhone & Co und der MACup – die die iPhone developer conference ja auch präsentieren – küren im Rahmen der Veranstaltung die beste deutsche App für iPhone und iPod touch. Wie viele Einreichungen hat es für den Wettbewerb gegeben?

Oliver Krüth: Insgesamt wurden 88 Apps für den Wettbewerb eingereicht. Mit Ausnahme der Rubrik Wirtschaft gab es pro Rubrik zumindest einen Kandidaten. Unter ihnen waren auch zwei studentische Bewerbungen.

Nach welchen Kriterien richtet sich die Preisvergabe – und was erwartet die Gewinner?

Oliver Krüth: iPhone & Co lobt drei Preise aus: die beste iPhone OS 3.0 App, die beste studentische App sowie die coolste App unter dem Label Editors Choice. Bei der besten iPhone OS 3.0 App kommt es uns auf eine möglichst weitreichende Implementierung der neuen Funktionen von iPhone OS 3.0 und eine Ausreizung der Hardware des iPhone 3GS an. Eine gelungene Benutzeroberfläche sowie simple Handhabung werden ebenfalls berücksichtigt. Für die beste studentische App gilt das Gleiche, sie soll aber den eingeschränkten Ressourcen von Studenten Rechnung tragen und sie zum Mitmachen animieren. Bei Editors Choice geht es uns um eine herausragende, verblüffende oder ideenreich umgesetzte Programmidee. Den Gewinnern winkt ein Preis, welcher bisher noch geheim bleibt, sowie ein umfassender redaktioneller Beitrag in iPhone & Co. Der Beitrag umfasst eine ausführliche Rezension der App, eine Laudatio der Jury, ein Porträt des Entwicklers respektive Entwickler-Teams sowie eine Making-of-Geschichte zur Entstehung der App.

Wo stecken die Trends in puncto iPhone App – sowohl was den Einsatz als auch was die Entwicklung angeht?

Stephan Randler: Meiner Meinung nach ist die Situation so, dass bislang vor allem Markenartikler ihre iPhone Apps als Plattform nutzten, um Branding zu betreiben und ihre Produkt-Awareness zu erhöhen. Jetzt aber geht es nicht mehr ausschließlich darum, den Apple-Hype zu nutzen und über iPhone Apps für sich selbst zu werben. Immer wichtiger wird vielmehr, direkt Umsätze über Anwendungen zu erwirtschaften. Vor allem im Hinblick auf Mobile Commerce bergen iPhone Apps damit ein ungeheures Umsatzpotenzial. Schließlich verknüpfen iPhone Apps die Vorteile von Mobile Shopping (Spontankäufe an jedem Ort und zu jeder Zeit) erstmals mit einer richtig tollen User Experience. Es kommt also nicht von ungefähr, dass etwa eBay über seine iPhone App insgesamt bereits 400 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftet hat. Kombinationen aus klassischem E-Commerce, Mobile Shopping und Augmented Reality werden bei der App-Entwicklung immer stärker an Bedeutung gewinnen.“

Ein Blick in den AppStore und Hand aufs Herz: Welche App hat Ihrer Meinung nach zu Recht für Fuore gesorgt und war besonders erfolgreich – und auf welche könnte, mit einem Augenzwinkern natürlich, die Menschheit eigentlich verzichten?

Oliver Krüth: Mittlerweile gibt es laut Apple mehr als 100.000 Apps im App Store. Hier ist ohne Frage auch die eine oder andere weniger elaborierte Entwickleridee anzutreffen. Da der Durchschnittspreis der Apps derzeit bei unter 1 US-Dollar liegt, sollte man vielleicht aber auch nicht zu kritisch sein.
Zu den App-Highlights gehören sicherlich die vielen Apps, die GPS basierte, sogenannte location based services anbieten. Damit wird nun technisch das umgesetzt, was die Netzbetreiber im Jahr 2000 bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen versprochen hatten. Stellvertretend würde ich hier „Post mobil“, „Sportics“ oder „Geldautomaten in der Nähe“ nennen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview wurde im November 2009 kurz vor der iPhone developer conference geführt.



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